Objektivwahl für Astrofotografie

Weit und lichtstark, weil längere Belichtung keine Option ist

Den Nachthimmel zu fotografieren hat eine harte Randbedingung: die Sterne bewegen sich. Belichtet man zu lange, werden aus Punkten Striche. Dunkelheit lässt sich hier nicht mit Zeit lösen, sondern nur mit Brennweite und Blende.

Warum 24mm äquivalent oder weiter

Als Faustregel gilt: etwa 500 geteilt durch die äquivalente Brennweite ergibt die Sekunden, bis Strichspuren sichtbar werden. Bei 24mm sind das rund 20 Sekunden, bei 50mm nur 10. Kürzere Brennweiten kaufen dir Belichtungszeit — und fassen mehr Himmel.

Warum f/2,8 oder lichtstärker

Jede Blendenstufe halbiert die nötige Belichtungszeit, was direkt weniger Strichspuren und weniger Rauschen bedeutet. f/2,8 ist die praktische Schwelle, f/1,8 und lichtstärker noch besser, sofern die Ränder mitspielen.

Was im Datenblatt nicht steht

Koma — Lichtpunkte, die am Bildrand zu Flügeln verschmieren — ist für diese Arbeit die wichtigste optische Eigenschaft und taucht in keiner Tabelle auf. Zwei Objektive mit identischen Zahlen können sich völlig unterschiedlich verhalten. Sieh dir Beispielbilder an und suche gezielt Tests der Randleistung bei Offenblende.

Manueller Fokus ist hier normal: Autofokus greift an Sternen selten. Ein Objektiv mit brauchbarer Entfernungsskala und hartem Unendlich-Anschlag ist angenehmer.

Passende Objektive

Kriterien24mm äquiv. oder weiter / f/2,8 oder lichtstärker

Brennweiten werden im Kleinbild-Äquivalent bewertet; APS-C- und MFT-Objektive erscheinen daher, wenn ihr äquivalenter Wert im Bereich liegt. 115 Objektive passen.

E-Mount52 Objektive

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Andere Einsatzzwecke