Objektivwahl für Makro

Der Abbildungsmaßstab ist die entscheidende Angabe — alles andere ist zweitrangig

Makro ist die einzige Kategorie, die sich über eine einzelne Zahl definiert: den Abbildungsmaßstab, also wie groß ein Motiv auf dem Sensor abgebildet wird. Bei 1× (Maßstab 1:1) erscheint ein 10mm großes Insekt 10mm groß. Bei 0,5× sind es 5mm.

Warum ab 0,4×

Hersteller schreiben „Makro“ schon auf Objektive, die 0,25× erreichen — das ist eigentlich nur kurze Naheinstellgrenze. Ab etwa 0,4× füllt eine Blüte oder ein Ziffernblatt das Bild wirklich aus; 0,5× heißt Halbmakro; 1× ist das, was die meisten mit dem Wort meinen.

Diese Liste filtert nach dem Maßstab und nicht nach dem Wort „Makro“ im Namen — deshalb fehlen hier manche so bezeichneten Objektive.

Die Brennweite ändert den Arbeitsabstand, nicht den Maßstab

Ein 50mm- und ein 100mm-Makro erreichen beide 1×; der Unterschied ist, wie weit man entfernt steht. Beim 50mm ist man fast am Motiv, nimmt sich selbst das Licht und verscheucht alles Lebendige. 90–105mm ist der übliche Kompromiss, 150–200mm wählen die, die Insekten fotografieren.

Die Schärfentiefe misst sich in Millimetern

Bei 1× und f/2,8 ist die Schärfeebene unter einem Millimeter tief. Makro findet bei f/8 bis f/16 statt, was Licht voraussetzt — und bedeutet, dass eine große Offenblende dafür fast bedeutungslos ist. Zahl nicht für f/2,8, wenn Makro der einzige Grund wäre.

Passende Objektive

KriterienAbbildungsmaßstab ab 0,4×

Brennweiten werden im Kleinbild-Äquivalent bewertet; APS-C- und MFT-Objektive erscheinen daher, wenn ihr äquivalenter Wert im Bereich liegt. 47 Objektive passen.

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Andere Einsatzzwecke